Innovationskooperationen: FAQs

  • Never innovate alone. FAQs.

    1. Warum kooperieren? Kooperieren Sie für den dauerhaften Erfolg Ihres Unternehmens um neue Geschäftsmodelle aufzubauen und um bei der schnellen Entwicklung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie mithalten zu können.


    2. Mit wem kooperieren? Kooperieren Sie mit Kunden/Anwender, Lieferanten, wissenschaftlichen Einrichtungen und anderen Unternehmen.


    3. Warum im speziellen Kunden in die Innovationsgenerierung integrieren? Wenn Sie Kunden in Ihre Innovationsgenerierung integrieren, erhöhen Sie die Akzeptanz für Ihr Produkt oder Dienstleistung, indem Sie besseren Zugang zu Bedürfnisinformationen und Kundenwünschen (auch sticky information genannt) erhalten. Durch die Integration von sogenannte Lead Usern erhalten Sie in vielen Fällen zudem ein gewisses Expertenwissen sowie Konsum-, Markt- und Lösungskompetenzen und können im besten Fall Entwicklungsarbeit abtreten.


    In folgender Grafik finden Sie einige konkrete Beispiele für Kundenintegration:




    4. Was sind die entscheidenden Erfolgsfaktoren für eine Kooperation...

    …mit Kunden und Anwendern: Die empirische Analyse der Erfolgsfaktoren bezüglich einer engen Zusammenarbeit mit Kunden und/oder Anwender im Innovationsprozess steht erst am Anfang. Es können jedoch die Anzahl an Akteuren, die Modularität und Granularität der an Kunden und Anwender übergebenen Teilaufgaben sowie die Ausprägung von Interaktionskompetenzen im Unternehmen genannt werden.

    …mit wissenschaftlichen Einrichtungen: Bezüglich der Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen können als Erfolgsfaktoren die Bildung strategischer, langfristiger Partnerschaften und regionaler Cluster, welche sich durch persönlichen Kontakt und räumliche Nähe sowie vertrauensvolle und offene Kommunikation auszeichnen, genannt werden. Weiterhin ist ein kohärentes Kooperations-Gesamtkonzept, angesiedelt auf zentraler Leitungsebene und vor allem für KMU ein Kooperationsbeginn bereits in frühen Phasen des Innovationsprozesses erfolgsentscheidend.

    …mit anderen Unternehmen: In der Kooperation mit anderen Unternehmen sind eine rationale und vertrauensvolle Kommunikation sowie eine den Anforderungen entsprechende Konzeptualisierung und Kommunikation von Wissen im besonderen Maße erfolgsrelevant.

    …im Allgemeinen: Im Allgemeinen ist zudem ein transparent gestalteter Innovationsprozess intern die Grundlage für eine effektive Kommunikation und Zusammenarbeit mit externen Beteiligten. Zudem sollten Verantwortliche, welche die effektive interne Zusammenarbeit zwischen den Fachexperten und den verantwortlichen Entscheidungsträgern sowie die professionelle Zusammenarbeit mit externen Partnern verantworten, explizit benannt werden. (In der Literatur werden diese Personen unter anderem Prozess- und Beziehungspromotoren genannt.)


    Weiterführende Literatur und Quellen:

    • Gerhards, U. (2013). Innovationstreiber Kooperation – Chancen für den Mittelstand, DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. - Technologiemarketing, URL: https://www.dlr.de/dlr/presse/…ittelstandsstudie_dlr.pdf (zuletzt aufgerufen am .03.2018)
    • Gassmann, O., Kausch, C., Enkel, E. (2005). "Einbeziehung des Kunden in einer frühen Phase des Innovationsprozesses“, in: Thexis, URL: https://www.alexandria.unisg.c…5%20Kundenintegration.pdf (zuletzt aufgerufen am 31.01.2020)
    • Reichwald, R., Piller, F. (2009). Interaktive Wertschöpfung – Open Innovation, Individualisierung und neue Formen der Arbeitsteilung, 2. Auflage, Wiesbaden: Gabler Verlag
    • Frank, A., Meyer-Guckel, V., Schneider, C. (2007). Innovationsfaktor Kooperation - Bericht des Stifterverbandes zur Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Hochschulen, URL: http://www.stifterverband.de/pdf/innovationsfaktor_kooperation.pdf (zuletzt aufgerufen am 31.01.2020)
    • Wagner, M., Riester, T., Frie, K. (2016). Die Innovationskultur von Konzernen, URL: https://www.slideshare.net/MWa…ienz-aber-nicht-innovativ (zuletzt aufgerufen am 31.01.2020)
    • Kahlfuss, B. (2013). Partizipative Innovation: Ein Konzept zur Schaffung nachhaltiger Wettbewerbsvorteile. Hamburg: Beracom Verlag
    • Wagner, K., Slama, A., Rogowski, T., Bannert, M. (2006). Fit für Innovation. Untersuchung von Erfolgsfaktoren und Indikatoren zur Steigerung der Innovationsfähigkeit anhand von sechs innovativen Fallbeispielen produzierender KMU, Stuttgart: Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO
    • Randal, M. (2017). „Innovation aus der Box“, S. 70 in: Harvard Business manager (1/2017)
    • Lash, R. (2012). Good Practices for Leading via Innovation, Harvard Business Review (6/2012), URL: https://hbr.org/2012/08/best-practices-for-leading-via (zuletzt aufgerufen am 31.01.2020)